Hauterkrankungen beim Hund Teil 1

Obwohl heutzutage fast jedes Haut- oder Fellproblem beim Hund in ursächlichen Zusammenhang mit dem gefütterten Fertigfutter gebracht wird, gibt es doch eine ganze Reihe von Erkrankungen und auslösenden Faktoren, die nichts mit der Fütterung zu tun haben.

In diesen Fällen klagen viele Hundebesitzer häufig darüber, dass ihr Hund kein Fertigfutter und kein Selbstgekochtes verträgt, dass in bestimmten Abständen immer wieder Hautsymptome auftreten. In der Regel wechseln diese Hundebesitzer in kurzen Abständen jeweils die Futtermarke. Akute Symptome klingen dann häufig kurzfristig ab, was zunächst mit dem Futterwechsel in Verbindung gebracht wird. Dann, nach einiger Zeit, wenn der tatsächlich auslösende Faktor wieder eingetreten ist, treten gleiche oder ähnliche Symptome erneut wieder auf – und das Spiel beginnt von vorn.

 

Hauterkrankungen durch Kontaktallergien

Im Fall von allergischen Hauterkrankungen reagiert der Hund auf bestimmte körperfremde Substanzen (Allergene) mit Symptomen wie Quaddelbildung am ganzen Körper, Juckreiz insbesondere an Kopf, Pfoten und Achselhöhlen (Axillen) und vielen anderen Formen von Hautsymptomen. Vor allem diese Kontaktallergien sind häufig Ursache von erheblichen Haut- und Fellproblemen.
Typische Kontaktallergene beim Hund sind: chemische Substanzen zur äußerlichen Anwendung (z. B. zur Parasitenabwehr), chemische Substanzen aus Waschmitteln, Teppichen und Stoffen oder Farben sowie Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln beim Durchlaufen von frisch gespritzten Feldern. Sogar Epithelallergien gegen Epithel (Zellen des Deck- und Drüsengewebes des Körpers) von Mäusen, Ratten, Hühner etc. gehören dazu.

 

Grasmilbenallergie

Eine besondere Form der Allergie, die relativ häufig gerade bei kurzhaarigen Rassen auftritt, ist die sogenannte Grasmilbenallergie.

Beim Laufen über Wiesen und durch hohes Gras entstehen nicht selten minimale, mit dem bloßen Auge nicht erkennbare Hautverletzungen. Die vor allen Dingen auf feuchtem Gras in großen Mengen auftretenden Grasmilben nisten sich gerne in diesen kleinen Wunden ein und verursachen dann oft einen heftigen Juckreiz, der mit Rötung, Schuppenbildung und auch Haarausfall einhergehen kann. In der Regel sind nur die Hautpartien betroffen, die täglich aufs Neue mit dem Gras in Kontakt kommen.

Wir empfehlen in diesen Fällen ein gründliches Abtrocknen der betroffenen Körperpartien nach jedem Spaziergang sowie kurweise ein Duschen des Hundes 1-3 pro Woche mit der Marengo Waschlotion. Da diese Lotion rückfettend ist, wird die Haut gleichzeitig gesäubert und gepflegt. Zusätzlich hat sich nach dem Duschen das anschließende Einreiben der betroffenen Stellen mit Marengo Hautpflege bewährt. In vielen Fällen zeigen allein diese Maßnahmen schon sehr guten Erfolg.

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Milben in Stroh und Heu

Gerade bei kleinen Hunderassen, die mit Pferden in Kontakt kommen, ist eine Allergie gegen die in Stroh und Heu befindlichen Milbenarten weit verbreitet. Durch das Toben und Spielen im Heu und Stroh kommt der Hund ständig wieder mit dem Allergen in Kontakt, und jegliche therapeutische Maßnahmen sind aus diesem Grund oft wirkungslos.
Grundsätzlich sollte man (und dies sicherlich nicht nur wegen der Hunde!) auf eine gute Strohqualität Wert legen, so dass von daher der Allergendruck niedrig gehalten werden kann. Gutes Stroh ist gelb und frei von gräulich bis bräunlichem Belag; es hat einen angenehmen, keinen muffigen Geruch.

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Liegeplätze

Auch bei der Ausstattung der Liegeplätze des Hundes sollte Sauberkeit an erster Stelle stehen.
Gerade für hautempfindliche Hunde sind mit Stroh oder Sägespänen ausgestattete Liegeplätze wegen des hohen Gehalts an Milben, Bakterien etc. völlig ungeeignet.
Leider trifft dies auch für die relativ häufig verwendeten Bastkörbe zu. Sie sind hervorragende Hausstaubmilbenfänger und nicht angemessen zu reinigen. Zu empfehlen sind u. a. leicht zu reinigende Kunstoffnester mit hochwertigen Decken aus Polyester oder Polyacryl als Einlage. Ein regelmäßiges Reinigen von Decken und Nestern versteht sich von selbst.

Beim Waschen von Liegeplatzdecken sollte man möglichst auf Neutralseife zurückgreifen. Viele Hunde reagieren auf Waschmittel und Weichspüler allergisch. Wir empfehlen für Hunde mit Hautproblemen Schlafnester aus reiner Schurwolle oder Schaffelle. Durch den hohen Eigengehalt an Fett sind sie milben- und schmutzabweisend und überdies durch einfaches Absaugen gut zu reinigen.

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Autoimmunerkrankungen

Autoimmunkrankheiten sind Erkrankungen, bei denen der Organismus auf körpereigene Substanzen sozusagen „allergisch“ reagiert.
Diese Erkrankungen manifestieren sich u. a. auch häufig an der Haut und bedürfen in jedem Fall der medizinischen Betreuung. Auslösende Ursachen sind Faktoren wie z. B. Vielfachimpfungen, die durch eine Überreizung des Immunsystems zu einer Destablisierung und Desorientierung führen. So kommt es dazu, dass der Körper körpereigene Substanzen nicht mehr als körpereigen erkennt und sie darum als körperfremd bekämpft. Aber auch andere schwere Irritationen des Immunsystems können in ihrer Folge Autoimmunerkrankungen nach sich ziehen. Aus diesem Grund ist die Prophylaxe das Mittel der Wahl.

Muten Sie dem Immunsystem Ihres Hundes nicht zuviel auf einmal zu. Dies bezieht sich sowohl auf Impfungen, Wurmkuren und Medikamentationen anderer Art als auch auf Überreizungen durch Streß und Überlastung, sei es körperlicher oder psychischer Natur.

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Hauterkrankungen infolge von Stoffwechselstörungen

Sehr weit verbreitet sind Hauterkrankungen infolge einer Überlastung der Stoffwechselorgane insbesondere der Leber und der Nieren. Ekzeme, Zwischenpfotenekzeme, stumpfes Fell, Schuppen, übermäßiges Haaren, vermehrter Juckreiz etc. etc. sind häufig auftretende stoffwechselbedingte Symptome. Neben den fütterungsbedingten Ursachen spielen hier viele fütterungsunabhängige Faktoren eine wesentliche Rolle.

 

Unrat am Wegesrand

Die Aufnahme von mehr oder weniger giftigem Unrat am Wegesrand (Kadaver, Kot von anderen Tieren oder Menschen, mit Insektiziden oder Pestiziden belastetes Getreide oder ähnliches) ist ein häufiger Grund, Symptome beim Hund auszulösen, die von einer leichter Verschlechterung des Fellzustandes über deutlich vermehrte Schuppen- und Talgbildung bis hin zu gravierenden Ekzemen reichen können.

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Unkontrollierte Aufnahme von Wasser

Auch die unkontrollierte Aufnahme von Wasser aus stehenden Gewässern, Gartenteichen oder unsauberen Flüssen belastet den Stoffwechsel und kann im schlimmsten Fall nicht nur die Haut nachhaltig schädigen.

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Giftköder

Gerade in Zeiten, in denen unangemessene Hundehalterverordnungen hundefeindlichen Personen den Rücken stärken, kommt es immer häufiger zum Auslegen von Giftködern. Darum sollte man schon seinem Welpen beibringen, dass der Spaziergang kein Selbstversorgertrip ist, sondern dass die Nahrungs- und Wasseraufnahme ausschließlich mit Erlaubnis stattfindet.

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Baden in ungeeigneten Gewässern

Ähnliches gilt auch für das (zwar äußerst beliebte) Baden im Sommer in Seen und anderen Gewässern. Auch hier sollte man sicher sein, dass das Wasser nicht brackig oder mit Schadstoffen belastet ist. Ein Abspülen mit klarem lauwarmen Wasser nach dem Badevergnügen zuhause oder ein kräftiges Ausbürsten des trockenen Schmutzes hilft bei hautempfindlichen Hunden häufig enorm.

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Hauterkrankungen durch chemische Antimilben-, Antifloh- und Antizeckenpräparate

Eine weitere häufig auftretende Ursache für Haut- und Fellprobleme stellt die chemische Antimilben-, Antifloh- und Antizeckenbehandlung dar. Die meisten angewendeten chemischen Aufsprühmittel oder die chemischen Flüssigkeiten zum Einträufeln im Nackenbereich wirken als Kontaktgift. Das heisst, dass das Mittel über die Haut in den Blutkreislauf des Hundes gelangt und so die blutsaugenden Parasiten vergiftet.

Was für die Parasiten tödlich endet, belastet den Stoffwechsel des Hundes natürlich auch. Häufig klagen Hundebesitzer über stumpfes Fell, Schuppen, vermehrtes Haaren und andere Symptome, die innerhalb von 1-3 Wochen nach der Anwendung auftreten.

Bei manchen Hunden treten derartige Symptome je nach dem Stoffwechselzustand erst nach mehreren Anwendungen zum ersten Mal auf. Dies liegt daran, dass stoffwechselbelastende Toxine (Gifte) sich in den Stoffwechselorganen anreichern (akkumulieren) und der Körper die Gifte einige Zeite in gewisser Weise tolerieren kann, ohne dass für den Besitzer erkennbare Symptome auftauchen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist der Stoffwechsel aber überlastet, und es kommt z. B. zu den oben beschriebenen Hautveränderungen. Vielen Hundebesitzern wird aus diesem Grund dann zu spät der Zusammenhang zwischen Hauterkrankung und chemischer Antiparasitenbehandlung klar.

In vielen Fällen verbessert sich nach einiger Zeit der Fell- und Hautzustand von allein, nämlich mit abnehmender Wirkung des Toxins im Körper. Kommt es dann erneut zu einer Anwendung dieser Mittel, tauchen die gleichen Probleme wieder auf. Wir empfehlen, bei Problemen mit Parasiten auf effektive natürliche und ungiftige Produkte zurückzugreifen, die wir Ihnen unter der Rubrik Lösungen vorstellen.

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Aktualisiert Mai 2017

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